Heute ein Märchen, im Mittelalter ein Alptraum

Südlich von Winterthur, etwa 15 Km von Zürich Luftlinie, liegt ein Märchenhaftes Schloss: die Kyburg.

1027 schon erwähnt, gehörte das Schloss, dessen Name vom ‘Kuhburg’ abgeleitet ist, später den mächtigen Habsburgern und ab 1424 der Stadt Zürich. Heute ist die Kyburg ein beliebter Ort für touristische Ausflüge und kulturelle Veranstaltungen. Aber dies war nich immer so …

Im Mittelalter waren Juden in der Schweiz rechtenlose Zweitrangbürger. Ihnen waren fast alle Berufe untersagt, ausser dem vom Papst für die Christliche Bevölkerung verbotene Geldhandel. Dann kam die Pest und man brauchte einen Sündenbock und Stornierung der Geldschulden. Heinrich von Diessehofen (ca. 1300-1376) berichtet in seiner Chronik:

am 18. September 1349 wurden 330 Juden verbrannt, die im Schloss Kyburg Schutz gesucht hatten. Sie kamen aus Winterthur, Diessenhofen und anderen Städten des österreichischen Herzogs, der sie beschützte.

Am 30. September 14.00 wird deswegen ein Gedenkmarsch vom Kyburg nach Wintertur stattfinden, welcher insbesondere für junge Christen gemeint ist. Weitere Infos findest du im Flyer auf der Webseite der Israelwerke Schweiz.

Isreality Schweiz wird mit einer Gruppe hingehen; kommst du mit? Schicke uns ein Email, siehe Menüoption ‘Kontakt’.

Quellen: www.sehenswertes.ch, www.schlosskyburg.ch

Bild: Raffaela Spataro, Wikimedia, CC-BY 4.0