Zweiter Israelity Schweiz Club Tag über Gottes Ziel mit Israel inspiriert!

Isreality Schweiz will vernetzen, lernen & segnen. Mit diesem Ziel trafen wir uns am 30. September 2017 am Schloss Kyburg bei Winterthur zum 2. Isreality Schweiz Club Tag.

Gedenkmarsch

Mittags nahmen wir dort Teil am Gedenkmarsch für den ‚Judenmord zur Pestzeit‘ in 1349. Damals wurden die Juden kollektiv beschuldigt, den Wasserbrunnen mit der Pest vergiftet zu haben. Viele von ihnen suchten auf der Kyburg ihre Zuflucht, wo der österreichisch-habsburger Herzog ihnen Schutz bot. Als mit Stöcken und Schwertern bewaffnete Männer am Schlosstor immer lauter forderten, die Juden herauszugeben, wurde schliesslich die Zugbrücke heruntergelassen und geöffnet. Alle 330 Juden wurden zum Eschenberg abtransportiert, dort umgebracht und verbrannt. Wir liefen den gleichen Weg, um diese schrecklichen Taten unserer Vorväter zu gedenken und vor Gott zu bekennen.

Bibelstudium

Abends trafen wir uns in Winterthur bei einem Isreality-Mitglied zu Hause, wo uns eine wunderbare israelische Mahlzeit bereitet wurde. Anwesend war auch Matthew Thorn, weltweiter Koordinator von Isreality. Nach der Mahlzeit erzählte er, wie er durch Christen an der Seite Israels und einen Israel-Besuch zum besseren Verständnis vom Thema ‚Gottes Plan mit Israel, der Kirche und der Welt‘ gekommen war. Anschliessend besorgte Philip van den Berg ein ausführliches Bibelstudium mit 20 Bibelstellen über Gottes Liebe für Israel und Gottes Ziel mit Israel. Diese hatte er verschiedenen ‚Warum Israel?‘-Publikationen von Christen an der Seite Israels entnommen.

In Hosea In Hosea 11: 1, 5. Mose 10: 14-15, 5. Mose 7: 6-8, 5. Mose 14: 1-2, 2. Mose 4: 22-23 und Jeremia 2: 3, lesen wir, dass Gott Israel liebt, es ‚Meinen erstgeborenen Sohn‘ nennt und es erwählt hat, dass es Ihm ein heiliges Volk, ein Volk Seines Eigentums und der Erstling seines Ertrages (Ernte) sei. In Sacharja 2: 12 warnt Gott durch den Propheten sogar, dass der, der Israel antastet, Seinen Augapfel antastet.
Gott hat mit uns (Israel und der Kirche) einen Plan auf drei Ebenen: mit uns individuell, mit der Gemeinde und mit den Völkern. Zum letzten Thema lasen wir folgende Bibelstellen: Apostelgeschichte 17: 26-27, Matthäus 25: 31-46 und Joël 4: 1-3.

Israel als Segen, ewige Wohnstätte Gottes, gerufen um Gottes Ruhm zu verkündigen

So kamen wir zum Ziel Gottes mit Israel. 2. Samuel 7: 24 sagt, dass Israel auf ewig Gottes Volk ist. In 1. Mose 12: 2-3 sagt Gott zu Abraham, und durch ihn zu Seinen Nachkommen: du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde! Auch dieser Segen ist dreifach: durch Israel gab Gott uns Sein Wort, die Bibel; durch Israel wurde der Erlöser und Messias der Welt offenbart; und durch Israel wird Gott das Königreich des Friedens herstellen.

Psalm 132: 13-14, Sacharja 8: 1-3, 13, 20-23 und Sacharja 14: 16 erwähnen, dass Gott Zion erwählt hat zu Seiner Wohnung für immer, dass Er wieder zu ihm zurückkehren wird, was wir in unseren Tagen schon im Ansatz sehen. Und weiter, dass Jerusalem dann die Stadt der Wahrheit heissen wird und der Berg Zion ‚der heilige Berg‘ des Herren. Dann zeigt Sacharja ein Zukunftsbild, dass wir uns heutzutage immer besser vorstellen können: viele grosse Völker und ihre Bewohner werden nach Jerusalem kommen, um den Herrn zu suchen, den König anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern. Dann werden zehn Männer aus den Heidenvölker mit einem Juden gehen wollen, weil Gott mit ihm ist.

In Jesaja 43: 20-21 und Jesaja 44: 23 spricht Gott, dass Er Israel gebildet hat, um Seinen Ruhm zu verkündigen und um Sich in diesem Volk zu verherrlichen.
Der Abend brachte uns viele neuen Einsichten und wir waren alle sehr beindruckt, wie gross Gott, wie wunderbar Sein Plan und wie tief Sein Wort ist.

Philip van den Berg

Bilder: ChristianH & MatthewT